Vileda Wischmop: Warum viele Böden trotzdem schlierig bleiben

Wer zusätzlich zum Roboter noch von Hand wischt, etwa für Ecken, Küche oder Flecken, greift oft zum klassischen Vileda Wischmop. Das Gerät ist unkompliziert, doch die Ergebnisse unterscheiden sich stark: Mal glänzt der Boden gleichmäßig, mal bleiben Schlieren, Wasserränder oder klebrige Stellen. In den meisten Fällen liegt das nicht am Mopp, sondern an der Anwendung. Wichtig sind vor allem der passende Ersatzbezug für den Wischmopp und die richtige Menge Wasser.

Dazu kommt ein Eimer mit Presse, ohne den sich die Feuchte nicht dosieren lässt. Ein Wischeimer mit Presse entscheidet darüber, ob der Boden nur feucht oder nass wird. Dieser Artikel richtet sich an alle, die einen Wischmopp als Ergänzung zum Roboter oder als Hauptwerkzeug nutzen und endlich ein sauberes, streifenfreies Ergebnis wollen.

Welcher Vileda Wischmop für welchen Boden?

Grundsätzlich unterscheidet man Systeme nach Bezug und Mechanik. Der klassische Fransenmopp mit Baumwoll- oder Mischfasern saugt viel Wasser auf, ist aber auf empfindlichen Böden schwer zu dosieren. Flachwischer mit Mikrofaserbezug arbeiten dagegen mit deutlich weniger Wasser, nehmen Schmutz gut auf und eignen sich für Laminat, Parkett mit versiegelter Oberfläche, Vinyl und Fliesen.

Bei Laminat und versiegeltem Parkett gilt: möglichst wenig Feuchtigkeit. Wasser, das in die Fugen läuft, lässt die Trägerplatte quellen, und das ist nicht reparabel. Hier ist ein gut ausgewrungener Mikrofaserbezug die sichere Wahl. Bei Fliesen mit tiefen Fugen darf es etwas mehr sein, doch auch hier sammelt ein Fransenmopp Schmutz eher in den Fugen, als ihn herauszuholen. Ein Flachwischer mit Mikrofaserbezug ist für gemischte Wohnungen meist der beste Kompromiss.

Wann der Fransenmopp noch sinnvoll ist

Für grobe, rutschfeste Beläge wie Steinzeug im Flur oder Kellerböden, die einmal gründlich nass gereinigt werden sollen, bleibt der Fransenmopp praktisch. Er nimmt viel Wasser auf, verteilt es gleichmäßig und lässt sich mit Presse gut auswringen. Auf empfindlichen Oberflächen sollte er dagegen nicht Ihre erste Wahl sein.

Typische Fehler beim Wischen und wie man sie erkennt

Der häufigste Fehler ist ein zu nasser Bezug. Erkennbar ist er an Wasserlachen, die langsam trocknen, und an Rändern an den Kanten. Die Lösung: Bezug kräftig auswringen, bis beim Aufdrücken kein Wasser mehr austritt. Zweiter Klassiker ist zu viel Reinigungsmittel. Wer großzügig dosiert, hinterlässt einen Film, der Schmutz anzieht und den Boden klebrig oder matt wirken lässt. Als Faustregel gilt: lieber weniger, genau nach Herstellerangabe dosieren.

Der dritte Fehler ist das Wischen mit schmutzigem Wasser. Sobald das Wasser trüb ist, verteilt man Schmutz nur noch von einer Stelle zur anderen, was zu Schlieren führt. Wechseln Sie das Wasser rechtzeitig, bei größeren Flächen auch mehrmals. Besser funktioniert das Zwei-Eimer-Prinzip: ein Eimer mit Reinigungslösung, einer zum Ausspülen des Bezugs. Hier lohnt sich ein zweiter Putzeimer.

Viertens: nicht vorher fegen oder saugen. Wer grobe Krümel und Haare mitwischt, verschmiert sie und verstopft den Bezug schnell. Haben Sie einen Roboter, lassen Sie ihn zuerst fahren oder greifen Sie bei Bedarf zu einem Handfeger mit Kehrschaufel. Fünftens: Stark verschmutzte Bezüge weiter benutzen. Ein grauer, muffig riechender Bezug reinigt nicht mehr, er verteilt Keime. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Pflege und Wechsel: So bleibt der Wischbezug wirksam

Nach jedem Einsatz sollte der Bezug ausgespült und gründlich ausgewrungen werden. Aufgehängt oder an der Luft getrocknet, bildet er deutlich weniger Gerüche als im feuchten Eimer. Waschbare Mikrofaserbezüge können in der Waschmaschine gereinigt werden, meist bei 60 Grad. Die genaue Temperatur steht auf dem Etikett oder in der Anleitung, daran sollten Sie sich halten. Weichspüler ist tabu, denn er verklebt die feinen Fasern und mindert die Saugkraft deutlich.

Wann ein Bezug ersetzt werden muss, erkennt man an drei Dingen: Er nimmt kaum noch Wasser auf, die Fasern sind verfilzt oder ausgedünnt, oder er riecht trotz Wäsche muffig. Eine feste Haltbarkeit in Wochen oder Monaten lässt sich nicht seriös nennen, sie hängt von Nutzung, Boden und Pflege ab. Wer häufig wischt, sollte ruhig mehrere Wischbezüge im Set vorhalten, um beim Waschen nicht auf einen Wechselbezug verzichten zu müssen.

Die richtige Technik: So wird der Boden gleichmäßig sauber

Beginnen Sie am hintersten Punkt des Raumes und arbeiten Sie sich rückwärts zur Tür. So laufen Sie nie über frisch gewischte Fläche. Mit dem Flachwischer führen Sie den Mopp in gleichmäßigen S-Bahnen, bei Fransenmopps eher in einer Achterbewegung. Wichtig ist, nicht zu stark zu drücken, damit der Bezug den Schmutz aufnimmt, statt ihn zu verschmieren.

Bei hartnäckigen Flecken, etwa eingetrockneten Spritzern in der Küche, hilft es, den Fleck kurz anzufeuchten und einwirken zu lassen, bevor man wischt. Fester zu schrubben bringt auf versiegelten Böden eher Kratzer als Sauberkeit. Für Fliesenfugen eignet sich eine zusätzliche Fugenbürste, die einmal gezielt eingesetzt wird.

Wer den Roboter als Grundreiniger nutzt, nimmt den Vileda Wischmop am besten für Randbereiche, Treppenstufen und Unterschränke, die der Roboter nicht erreicht. Ein Bodenreiniger für Laminat in der richtigen Dosierung rundet das Ergebnis ab. So ergänzen sich Roboter und Handarbeit, statt einander zu ersetzen.